Nachdem in unserem Kindergarten fast alle "Wirbelwinde" vom Webfieber infiziert wurden, durften wir uns im Appenzeller Volkskunde-Museum Stein den grossen Webstuhl anschauen. Doch mit Anschauen war es bei weitem nicht getan. Silvia und Barbara sprachen mit den Kindern über die Herkunft der Wolle (Schafe/Baumwolle), die Kinder durften Spinnwolle anfassen, Webfäden in die Hand nehmen und ihr Gewicht, sowie die Länge des Fadens schätzen.
Der Webstuhl ist riesig; es gab viel zu sehen und er macht einen ziemlichen Krach. Das Webschiffli flitzte hin und her und die Augen der Kinder wurden immer grösser.
Im Museum Stein ist ein Plattstichwebstuhl ausgestellt. Während dem Weben werden auch "Nölleli" in den Stoff gestickt. Dafür braucht es ziemlich viele Fadenspulen, die sogenannten "Leerlis". Sie heissen so, weil sie immer grad wieder leer sind. Hier mussten früher die Kinder helfen, erst von Hand, später mit einer Maschine. Eben diese Maschine durften die Kinder ausprobieren und halfen somit mit, Spulen vorzubereiten.
Lieben Dank an das Museumsteam für diesen spannenden Einblick.
Der Spielsporttag «dehää z’Stää» konnte am ersten möglichen Datum bei schönstem Wetter stattfinden, so gehörten auch Wasserschlachten und tropfende Schüler zum Bild des Tages, begleitet von bester Laune. Aber von vorne: Am 8. September trafen sich die Schülerinnen und Schüler vom Zyklus 1, 2 und 3 um 8.15 Uhr auf dem Schularal. Mit dem Morgenfangis, Fangis «Simsalabim» und einem Kettenfangis wärmten sich alle ein. Anschliessend formierten sich die innerhalb des Zyklus gemischten Gruppen und um 9 Uhr starteten sie am ersten Posten. Betreut wurden die Posten von allen Mitarbeitenden der Schule Stein. Toll, dass wir auf so viel Unterstützung zählen dürfen.
An den Posten wurde auf lustige Weise um Punkte gekämpft, jeweils zwei Gruppen traten gegeneinander an. Auf die Schülerinnen und Schüler des Z2 und Z3 warteten abwechslungsreiche Herausforderungen: Auf der Fussballwiese massen sich die Gruppen im Fussball und im Wasserbrennball (Achtung Spritzgefahr), auf dem roten Platz fanden Unihockeyturniere und Indiacaspiele statt. Die Sprintbahn musste in grossen Säcken mit mehreren Schüler/innen drin erhüpft werden – da war Teamwork von Vorteil – und im Stafetten-Memory wurden Schnelligkeit und Merkfähigkeit getestet. Zudem standen die Spiele Volleyball, Seilziehen, Kubb, Pingpong, Tigervölk und Büchsenschiessen auf dem Programm.
Die Gruppen des Z1 durften Punkte sammeln im Wassertransport und Kuhfladenparcours, erprobten ihre Zielgenauigkeit im Zielwurf, fuhren auf Bobbycars zum Skirennen und bauten erstaunlich hohe Kapplatürme im Aktivraum. Es wurde viel gelacht und jeder gab mindestens 100%!
Für das leibliche Wohl am Spielsporttag sorgte eine Küchencrew, unterstützt von einigen Schülerinnen. Es wurde emsig gearbeitet, aber auch für ein Anstossen mit Rimus blieb Zeit. Für den Znüni standen Äpfel und Rüeblistäbli bereit, am Mittag durften alle einen oder zwei Sporttagburger geniessen und zum Dessert gab es ein feines Soft-Ice. So gestärkt konnten am Nachmittag alle nochmals Vollgas geben. Der organisierte Sanitätsposten hatte erfreulicherweise nichts zu tun, alle kamen gesund und munter durch den Tag.
Um 15 Uhr fand dann pro Zyklus ein Rangverlesen statt. Die Siegergruppen durften für das Siegerfoto ganz spezielle 3D-Pokale oder alte Schneesportpokale hochhalten.
Wir dürfen auf einen gelungenen, fröhlichen Tag zurückblicken, an dem wieder gezeigt wurde: Die ganze Schule zieht an einem Strang! Schön war, dass viele Eltern den Weg aufs Schulgelände gefunden haben und dass wir wieder auf den Wagen 3 mit seinem feinen Angebot zählen durften.
Wir bedanken uns herzlich beim Organisationsteam für die Ideen, die klare Organisation und das Bedenken jedes Details.
Bi üs do ghört doch jede dezue,
ob frechs Meitli oder en luutä Bueb.
Bi üs sind würkli alli debi,
ob starch, gross, flink oder chli.
Das ist ein Ausschnitt aus dem neuen Lied unserer Schule Stein. Max Hummler und Yannick Vogt haben extra für die Schule Stein ein eigenes Lied komponiert. Am Freitagmorgen zur Feier zum Schuljahresbeginn präsentierten sie uns mit einer kleinen Schülerband den Song und animierten uns zum Mitsingen. Eindrücklich, wenn ca. 250 Kinder von gross bis klein zusammen singen. Zuvor wurden speziell die 1. Kindergärtler willkommen geheissen. Sie durften mit Applaus und Musik durch ein Kinderspalier vom unteren Pausenplatz auf den oberen Schulhausplatz marschieren und erhielten dort von der 3. Oberstufe eine Sonnenblume in die Hand. Weiter begrüsste die Schulleiterin Petra Gächter alle anderen neuen SchülerInnen und Lehrpersonen herzlich. Viele Eltern und Grosseltern wohnten ebenfalls dieser kleinen Feier bei, was uns Lehrpersonen riesig freute. So starteten wir zusammen mit viel Sonnenschein in ein neues, hoffentlich aufregendes Schuljahr.